Laser

Lasertechnik

Stand: Mai 2002 - Oktober 2003

Laser-TRX für ATV im ersten Feldversuch Laser-TRX durch die Linse betrachtet ausgerichtet und in Betrieb gesamtes Equipment

Laserversuche zur Übertragung von ATV im Duplexbetrieb

Der erste Feldversuch im Februar 2002 brachte über eine Entfernung von ca. 150 m beiderseits ein rauschfreies Bild und Ton.
Der 2. Versuch erfolgte im April 2002 über eine Entfernung von 5,3 km zwischen den Orten Straubenhardt-Schwann und Karlsbad-Ittersbach, etwa 15 km westlich von Pforzheim. Das Wetter war diesig und es regnete. Das Ergebnis war entsprechend. Nach längerer Ausrichtungsprozedur war wenigstens in eine Richtung ein verrauschtes Bildsignal zu übermitteln. P = 3 mW, f >= 550 THz. Beteiligt waren DL8TP (Konstrukteur), DJ5AO, DK2DN, DJ7SX und DF1IAR. Nähere Erläuterungen folgen. Grundlegendes wurde von DL7UHU publiziert.


Laser-Sender n. DL8TP, 20 mW mit Zielfernrohr

Verbessertes Equipment mit Fernglas und 2 Laserdioden

Mit dem verbesserten Aufbau wurden im Mai 2003 8 km von der Schwanner Warte nach Spielberg (zuerst 5 km nach Ittersbach) und im Juli 2003 22 km vom Wasserturm in Dobel zum Turmberg in Karlsruhe-Durlach überbrückt. Das übertragene ATV-Bild war völlig rauschfrei, sodass mit diesem Aufbau noch grössere Entfernungen überbrückt werden können. Gedacht ist zunächst an den Michaelsberg bei Untergrombach (33 km). Allerdings hat sich gezeigt, dass die bestimmende Größe für eine erfolgreiche Übertragung die gute Sicht beim Einrichten und die trockene Wetterlage im laufenden Betrieb ist. Diese zwei Faktoren entscheiden derzeit über Erfolg oder Mißlingen.
Das Team am TX (Dobel): DL8TP, DJ5AO, DK2DN, SWL Josef, DF1IAR
Das Team am RX (Turmberg): DJ7KL, DJ6OV, DJ7SX, DL5US



Versuch am 28.07.03: vom Wasserturm Dobel zum Michaelsberg (33 km)

Laser-Empfänger n. DL8TP, 1 x Avalanche- 1 x Pin-Diode, jeweils mit Optik, Prisma und Scheinwerfer zum besseren Auffinden Blick zum 33 km entfernten Dobel Operators und Publikum waren zufrieden
Mit gleichem RX- und TX-Aufbau aber verbesserter Sprechverbindung und Einsatz einer starken Lichtquelle beim RX wurde der nächste Versuch bei guter Sicht gegen 17.30 Uhr gestartet. Nach etwa 30minütigem Aufbau und 30minütiger Justierphase war das Bild auf dem Michaelsberg (RX) rauschfrei, allerdings von schnellem, ca. 60-100/Min. fast pulsierendem QSB begleitet. Der Ton war sehr gut. Nach verbessertem Ausrichten und dem Einsetzen der Dämmerung wurde das QSB in der Intensität geschwächt, nicht in der Häufigkeit. Ungeübte Betrachter konnten diesen Effekt gut übersehen. Allerdings wurde auch die Sicht schlechter und auch unser Bild. Die Übertragung dauerte von kurz vor 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr und war zum Schluss mit leichtem Farbrauschen infolge nachlassender Helligkeit vor der Kamera zu sehen.
Fazit: Mit zunehmender Dunkelheit verbesserte sich die durchschnittliche Bildqualität, war aber in der gesamten Dauer rauschfrei mit QSB, das an Intensität abnahm. Durch den Einsatz eines präzisen Scheinwerfers war das Ausrichten leichter. Der Laser wurde gesehen, nachdem über Fernglas der Wasserturm lokalisiert wurde. Zum Gelingen absolut notwendig ist hervorragende Sicht in der Justierungsphase.
Das Team am TX (Wasserturm Dobel): DL8TP, DJ5AO, DK2DN
Das Team am RX (Michaelsberg bei Bruchsal): DJ7SX, DL5US, Elmar, DF1IAR


Versuch am 04.09.03: von der Burg Steinsberg bei Sinsheim zum Wasserturm Dobel (54 km)

Burg Steinsberg bei Sinsheim, DL8TP und DH3BG beim Aufbau des Senders Jetzt werden wir auf dem Dobel bereits gesehen der Sender
Mit gleichem Equipment wie am 28.07. wurde dieser Test um 18.45 Uhr gestartet. TX war auf dem Steinsberg (333 m + 30 m Turm), RX diesmal auf dem Dobel (720 m + 20 m Turm). Das Equipment musste erst einmal über enge Treppen auf den Turm geschafft werden. Der Geländeschnitt ist optimal, die Suche nach dem RX (Scheinwerfer und modifiziertes Stroboskop) gestaltete sich aber schwieriger und war erst bei Sonnenuntergang gegen 20.30 Uhr Ortszeit erfolgreich. Das Ausrichten des Lasers ging dann recht schnell vor sich, nach 10 Minuten war auf dem Dobel das Bild sichtbar und der Ton gut hörbar. Rapport: B 4, T 4. Die Übertragung war allerdings stärker durch QSB geprägt. In den QSB-freien Momenten war das Bild allerdings nahezu rauschfrei. Kleine Details konnten problemlos erkannt werden und der Ton war gut verständlich. Während des Tests bestand zusätzlich eine Fonie-Verbindung auf 70 cm. Die Übertragung dauerte von 20.40 Uhr bis 21.45 Uhr. Die Erkenntnisse des Versuchs vor 6 Wochen konnten bestätigt werden: Sehr gute Sicht ist unabdingbar, spätestens in der Dämmerung muss das Ziel lokalisiert sein, das Bild wird besser nach Sonnenuntergang. An was noch gedacht werden muss: ausreichende Beleuchtung auf der Sender-Seite, da sich sonst Farbrauschen unangenehm bemerkbar macht. Für die nächsten Versuche soll das Equipment grundlegend umgebaut werden. Die nächste zu überbrückende Entfernung soll dann über 70 km sein, z.B. zum Königsstuhl bei Heidelberg.
Das Team am TX (Steinsberg): DL8TP, DH3BG, DF1IAR.
Das Team am RX (Dobel): DJ6OV, DL5AO, DJ7SX, DK2DN


Versuch am 18.10.03: von der Burg Ebersteinburg bei Baden-Baden nach Soufflenheim (F) (22 km)

Burg Ebersteinburg bei Baden-Baden, DJ7SX mit betriebsbereitem Empfänger Die Sicht in Richtung F ist schlecht
Mit wiederum gleichem Equipment wurde dieser Test um 15.00 Uhr gestartet. TX war in Soufflenheim (119 m, Ebene), RX auf der Burg Ebersteinburg bei Baden-Baden (533 m). Auch hier wurde das Equipment erst einmal über enge Treppen auf den Turm geschafft. Der Geländeschnitt, der zunächst optimal aussieht, erweist sich aber als trügerisch, denn am TX-QTH steht man nicht erhöht. So können auch Bäume, die noch in 2 km Entfernung stehen, zu einem Problem werden. Dies zeigte sich eine Woche vorher, als der Versuch vom Baden-Badener Ortsteil Balg aus fehlschlug, da trotz 100 m Höhendifferenz keine Sicht erzielt wurde. Scheinwerfer oder Stroboskop kamen diesmal nicht zum Einsatz, man vertraute auf Auge und Fernglas. Die Sicht war jedoch sehr schlecht, sehr dunstig. Morgens waren hier noch Nebelschwaden über dem Rhein. So gelang erst nach rd. 2 Stunden der Kontakt mit dem Laserstrahl. Durch die Doppelsysteme (2 x TX, je 2 mW, 2 x RX, davon 1 Avalanchediode) kam dann doch ein rauschfreies Bild, B 5 T 5 zu Stande. Die Sicht wurde auch etwas besser, verschlechterte sich aber dann gegen 17.00 Uhr wieder. QSB trat praktisch keines auf. Es handelt sich hier wohl um die erste ATV-Verbindung auf 394 THz zwischen F und DL. Während des Tests bestand zusätzlich eine Fonie-Verbindung auf 70 cm.
Das Team am TX (Soufflenheim): DL8TP, F5JIN. 1 Woche vorher auch DH3BG
Das Team am RX (Ebersteinburg): DJ7SX, DF1IAR. 1 Woche vorher auch DJ5AO.